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Viele müssen erstaunt feststellen, dass sie viele Jahre für totalen Blödsinn zahlen. Das ist oft die Schuld der Vertriebsstrukturen von Versicherern. Das Ziel der Versicherungsgesellschaften ist es, Policen mit größtmöglichem Gewinn zu verkaufen. Darum wuchs der Vertrieb mit immer höheren Provisionen weiter. Diese erreichten irgendwann 8 Prozent der gesamten Summe, was ein erheblicher Teil ist.
Das Geschäft um die Sicherheit läuft gut. Gute 3000 Euro sind es, die ein Privathaushalt in Deutschland jährlich für Versicherungen ausgibt. Das sind etwa 11 Prozent des Einkommens. Die Frage, die man sich darauf stellen muss ist, wie man sich richtig versichern kann.
Die überflüssigen Versicherungen
Nicht jeder Wert braucht eine Versicherung. Gerade Spezial-Versicherungen, zu der auch eine Reisegepäck- oder Handyversicherung zählen, erweisen sich als überflüssig. Denn die möglichen Schäden decken oft schon andere Policen ab. So benötigt man keine Reisegepäckversicherung, sofern man schon eine Hausratsversicherung hat.
Ebenfalls als unnötig gilt die Insassen-Unfall-Versicherung. Diese deckt nämlich Risiken ab, welche schon mit der Kfz-Versicherung erfasst werden. Fragwürdig ist auch eine Sterbegeldversicherung, welche nach dem Tod ausgezahlt wird. Doch das würde sich nur lohnen, wenn man nach Abschluss sofort stürbe, so die Verbraucherschützer.
Die brauchbaren Versicherungen
Doch welche Versicherungen braucht man, wenn man sich richtig versichern möchte? Welche Risiken stellen tatsächlich eine Gefahr dar? Gerne versichern sich Menschen gegen Risiken, die sehr wahrscheinlich eintreffen werden sowie welche, die eine geringe Schadenssumme haben. Da wäre beispielsweise die Glasbruchversicherung und das, obwohl eine zerbrochene Scheibe kein finanzielles Risiko darstellt. Viel mehr Sinn macht es, Schäden zu versichern, welche man allein nicht bezahlen könnte.
Wenn man sich richtig versichern möchte, braucht man eine Haftpflichtversicherung, welche immer noch jedem dritten Bürger fehlt. Wenn jemand jemandem schadet, dann springt die private Haftpflicht ein. Das kann zum Beispiel ein Unfall zwischen Fußgänger und Radfahrer sein. Alleine bei so einem Unfall kann es zu Summen von bis zu 1 Million Euro kommen. Sollte einer der Beteiligten unglücklich stürzen und im Rollstuhl landen, so bekommt er einen Anspruch auf entsprechende Kompensation des Verdienstausfalls.
Ebenfalls unverzichtbar sind:
- Berufsunfähigkeitsversicherung (hier unsere spezielle Unterseite beachten)
- Krankenversicherung
- Altersvorsorge
Falsches Einschätzen der Risiken
Während Versicherungen ein Risiko genau kalkulieren können, fällt es den Verbrauchern oft schwerer. Beispielhaft dafür steht die private Unfallversicherung, welche wirtschaftliche Folgen vieler Unfälle absichert.
Diese ist zwar für die Versicherer lukrativ, aber für den Bürger meist unnötig, weil das Risiko des Unfalls in vielen Berufen kaum vorhanden ist. Trotzdem gibt es in Deutschland 27 Millionen abgeschlossene Unfallversicherungen. Die Unfallversicherung ist also nichts weiter, als ein großes Geschäft für die Konzerne. Begründen lässt sich das damit: Damit es zu Invalidität kommt, muss schon ein wirklich schwerer Unfall passieren. Die häufigsten Ursachen für diese sind jedoch Krankheiten wie ein Schlaganfall, welche die Unfallversicherung sowieso nicht abdeckt. Darum ist es sinnvoller, gleich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.
Doch das aller Wichtigste, um ungewollte Kosten und nicht abgedeckte Schäden zu vermeiden, ist das Einholen richtiger Informationen. Nur wenn man sich vernünftig informiert, kann man sich auch richtig versichern. Darauf sollte man unbedingt achten, wenn es mal wieder darum geht, sich gegen etwas abzusichern. Dann bewegt man sich garantiert auf der sicheren Seite.